Wege in die MedTech-Branche gestalten: Enable MedTech Bavaria stärkt sektorübergreifende Innovation


140 Teilnehmende, zahlreiche Impulse und ein starkes Signal für den Standort Bayern: Mit dem Format „Enable MedTech Bavaria“ hat das Healthcare Lab der TUM Venture Labs gemeinsam mit Partnern gezeigt, welche Kraft entsteht, wenn Industrie, Wissenschaft, Startups und Investoren an einem Strang ziehen.
Ambright X Enable Medtech Bavaria 11

Innovation als Ergebnis starker Netzwerke

Vertreter:innen aus Großindustrie, Mittelstand, Venture Capital und dem universitären Ökosystem kamen zusammen, um die brennenden Fragen der Branche zu diskutieren: Wie gelingt der Transfer von der Forschung in den Markt? Welche Rolle spielen junge Talente? Und wie wird man in einem hochregulierten Umfeld zum erfolgreichen MedTech-Player?

Dabei ging es nicht nur um Strategien – sondern vor allem um konkrete Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze aus der Praxis.

Im TranslaTUM wurde schnell deutlich: Die Medizintechnik steht vor einer Phase großer Dynamik – technologisch, wirtschaftlich und strukturell.

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Impulse aus Industrie, Beratung und Unternehmertum

Den inhaltlichen Rahmen setzte Prof. Dr. Oliver Hayden (TU München), der als Gastgeber die zentrale Rolle von Technologie-Transfer und interdisziplinärer Zusammenarbeit hervorhob. Dabei betonte er insbesondere, dass medizinische Innovationen nur dann einen realen Patientenmehrwert schaffen, wenn akademische Exzellenz frühzeitig mit unternehmerischem Know-how und regulatorischer Weitsicht verknüpft wird.

Den inhaltlichen Rahmen spannte Marco Bühren (Roland Berger) weit auf. Als Co-Autor aktueller Branchenstudien zeigte er auf, dass sich der Fokus der MedTech-Industrie zunehmend verschiebt: Weg von rein inkrementellen Verbesserungen, hin zu radikaler Effizienz, nachhaltigen Geschäftsmodellen und der Integration digitaler Technologien.

Dass der Weg zum erfolgreichen „Player“ in dieser Branche kein Zufallsprodukt ist, verdeutlichte Dr. Wolfgang Sening (Senetics/NeZuMed). Mit seiner fundierten Erfahrung an der Schnittstelle von Unternehmertum und Gesundheitswesen identifizierte er die kritischen Erfolgsfaktoren: Von der frühen Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen bis hin zur Entwicklung einer belastbaren Marktzugangsstrategie.

Wie dieser Transfer konkret aussehen kann, schilderte der Unternehmer Dr. Florian Ilchmann (Ambright). Sein Bericht über die Überführung komplexer medizinischer Elektronik aus der universitären Forschung in reale Produkte bot den Teilnehmenden wertvolle „Lessons Learned“ aus erster Hand.

Innovation ist heute mehr denn je ein Wachstumstreiber. Wir erleben eine enorme Dynamik im Markt, die von uns allen fordert, schneller und vernetzter zu denken. Nur so können wir neue Technologien auch wirklich zum Patienten bringen.

 

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Talente, Transfer und Zusammenarbeit im Fokus

Ein Highlight war das Panel zu Education, Talente & Transfer, moderiert von Prof. Dr. Dominik Pförringer.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Hayden (TU München), Michael Klenk (Werfen), Simon Schießl (bbs automation) und Dirk Keßler (VDI Süd) wurde diskutiert, wie Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universitäten gelingen kann – und welche Rolle Talente, Ausbildung und Netzwerke dabei spielen.

Deutlich wurde: Technologie allein reicht nicht – entscheidend sind Menschen, Kompetenzen und funktionierende Ökosysteme.

Ein echtes Zusammenspiel aller Akteure ist in Zeiten wie diesen wichtiger denn je. Wir brauchen nicht nur Patente, sondern ein funktionierendes Ökosystem, das Talente fördert und den Austausch zwischen Hörsaal und Industrie zur Normalität macht.

 

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Austausch als Motor für neue Ideen

Der Nachmittag lebte vom offenen, kollaborativen Austausch. 

In interaktiven Formaten wie Thementischen und dem World Café wurden Themen wie IP-Strategien, klinische Studien und Erstattungsmodelle in kleinen Gruppen tiefgreifend diskutiert. 

Hier entstanden nicht nur neue Perspektiven – sondern auch konkrete Anknüpfungspunkte für Zusammenarbeit.

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Innovation aus der nächsten Generation

Ein besonderes Highlight waren die Startup Pitches:

  • BugSense Diagnostics – mit innovativen Ansätzen im Bereich Diagnostik
  • CertHub – Lösungen rund um regulatorische Prozesse und Zertifizierung
  • navel robotics GmbH – neue Ansätze im Bereich robotischer Anwendungen

Sie zeigten eindrucksvoll, wie viel Innovationspotenzial bereits heute in jungen Unternehmen steckt – und wie wichtig die Verbindung zu Industrie und Forschung ist.

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Ein starkes Netzwerk für die Zukunft

Ein besonderer Dank geht an Kristen Kozielski für ihr herausragendes Engagement bei der Vorstellung und Weiterentwicklung des neuen TUM Master’s Program in Biomedical Engineering. Ihr Einsatz ist ein entscheidender Beitrag zur Stärkung der jungen Generation und treibt die Innovationskraft an der Schnittstelle von Ingenieurswissenschaften und Medizin maßgeblich voran. Um diesen Studiengang optimal auf die Anforderungen von Industrie und Forschung auszurichten, laden wir Sie ein, das Projekt aktiv zu unterstützen. 

Enable MedTech Bavaria zeigt eindrucksvoll, wie sektorübergreifende Zusammenarbeit und interdisziplinärer Austausch dazu beitragen, die Zukunft der Medizintechnik aktiv zu gestalten. Durch die Verbindung von Industrie, Startups und Wissenschaft leistet die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines resilienten, innovativen und international wettbewerbsfähigen MedTech-Ökosystems in Bayern.

Ein besonderer Dank gilt:

  • unseren Speakern Marco Bühren, Dr. Wolfgang Sening und Dr. Florian Ilchmann
  • unseren Panelisten Prof. Dr. Oliver Hayden (TUM), Michael Klenk (Werfen), Simon Schießl (bbs automation), Dirk Keßler (VDI Süd) sowie Moderator Prof. Dr. Dominik Pförringer
  • den teilnehmenden Startups BugSense Diagnostics, CertHub und navel robotics GmbH
  • unseren Co-Organisatoren VDI und VDE
  • unseren Sponsoren Dassault Systèmes und Evoleen Access
  • sowie allen Teilnehmenden für die Offenheit, Energie und den intensiven Austausch

Ebenso danken wir allen Unterstützer:innen im Hintergrund, die dieses Event möglich gemacht haben.

Das entstandene Netzwerk ist ein starkes Fundament. Wir freuen uns darauf, die angestoßenen Gespräche weiterzuführen – und dieses Netzwerk bei einer nächsten Ausgabe von Enable MedTech Bavaria wieder zusammenzubringen.

Ein Dank an unsere Partner und Sponsoren: 

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